Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
 

Schiedsstelle: Schlichten statt richten

Was ist eine Kfz-Schiedsstelle?Schiedstellen klären außergerichtliche Streitigkeiten zwischen Autokunden und Kfz-Meisterbetrieben. Die Kfz-Schiedsstelle ist eine freiwillige und branchenspezifische Institution des Kfz-Gewerbes für den Verbraucherschutz. Es gibt sie seit 1970. Kunden können ihre Rechte gegenüber Kfz-Betrieben bei Serviceleistungen und beim Gebrauchtwagenkauf überprüfen lassen und durchsetzen. Das Verfahren ist zeitsparend, unbürokratisch und ohne Kostenrisiko eines Gerichtsprozesses. Nach dem Schiedsspruch steht dem Kunden der Klageweg noch offen, für die Kfz-Betriebe ist die Entscheidung bindend.  
Organisation der SchiedsstelleDie Kommission setzt sich je nachdem, ob es sich um Streitigkeiten aus Kaufverträgen über gebrauchte Fahrzeuge oder Streitigkeiten aus Service/Werkstattverträgen handelt, unterschiedlich zusammen.   Beteiligt sind:  
  • ein unabhängiger Jurist
  • ein Vertreter des ADAC
  • ein öffentlich bestellter und vereidigter Kfz-Sachverständige, der Vertragspartner der Deutschen Automobiltreuhand (DAT) ist
  • ein Vertreter des Kraftfahrzeuggewerbeverbandes bzw. der Kfz-Innung
  • ein Kfz-Sachverständiger einer nach § 29 StVZO anerkannten Überwachungsorganisation (DEKRA oder TÜV)
Welche Betriebe machen mit?Am Schiedsverfahren nehmen alle Mitglieder einer Kfz-Innung teil- erkennbar am blau-weißen Meisterschild und einem entsprechenden Passus in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Welche Konflikte lösen die Kfz-Schiedsstellen?Die Schlichter werden aktiv, wenn es um Werkstattleistungen und den Gebrauchtwagenkauf geht. Häufige Streitpunkte beim Gebrauchtwagenkauf sind technische Mängel am Fahrzeug, Unfallschäden oder Probleme mit dem Kaufvertrag. in der Werkstatt monieren Kunden in der Regel nicht notwendige oder unsachgemäß ausgeführte reparaturen, aber auch zu hohe Rechnungen. Achtung! Ausgeschlossen von der Schlichtung sind Auseinandersetzungen über den Gebrauchtwagenpreis, den Verkauf von Neuwagen und von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen. Keine Chance haben auch Streitigkeiten, die bereits bei Gericht anhängig sind.
Wie kommt das Verfahren ins Rollen?Werden sich Kunde und Kfz-Betrieb nicht einig, kann einer von beiden die Kfz-Schiedsstelle anrufen. Vorausgesetzt, es besteht ein Vertrag zwischen beiden Parteien. Damit es zu einem Schiedsverfahren kommt, muss der Schiedsstelle die Anrufungsschrift vorliegen. Sie sollte folgende Angaben enthalten:  
  • Name oder Firma der Parteien und ihre Anschrift
  • Bezeichnung des Fahrzeuges
  • Kurze Schilderung der Beanstandung und des hier zugrunde liegenden Sachverhaltes
  • Benennung eventueller Beweismittel (wie Kaufvertrag, Reparaturrechnungen, Gutachten, Kostenvoranschläge oder auch schriftlich erteilte Aufträge)
  • Bei Kauf das Datum der Übergabe des Fahrzeuges
Fristen einhaltenDamit eventuelle Ansprüche nicht verjähren, sind Fristen einzuhalten: bei Reparaturaufträgen nach Kenntnis des Streits, in Garantiefällen spätestens acht Tage nach Ablauf der Frist, in allen anderen Fällen spätestens nach 13 Monaten seit Übergabe des Fahrzeugs.
Schiedsanträge 
Die Schiedsstelle für das Kraftfahrzeuggewerbe KasselSchiedsstelle des Kraftfahrzeuggewerbes Kassel   Scheidemannplatz 2   34117 Kassel   Tel.: 0561 78484-85   Fax: 0561 78484-80   E-Mail: info@kh-kassel.de
Zuständigkeitsbereich der Schiedsstelle für das Kraftfahrzeuggewerbe KasselWir sind für die Mitgliedbetriebe der Kfz-Innung aus folgenden Kreisen zuständig:  
  • Kreis Kassel-Land
  • Kreis Kassel-Stadt
  • Kreis Schwalm-Eder
  • Kreis Werra-Meißner
  • Kreis Waldeck-Frankenberg
  
 

Service

www.kfz-schiedsstellen.de

Weitere Informationen zu den Kfz-Schiedsstellen, insbesonderer zu Verfahren und Voraussetzungen zum Zugang können auch auf der Internetseite www.kfz-schiedsstellen.de entnommen werden.